Auf den richtigen Einstieg kommt es an.

Flache Strandeinstiege ins Badevergnügen.

Ein Schwimmteich ist nicht nur technisch (sofern Technik zum Einsatz kommt) und bezüglich seiner Reinigungs- und Regulierungsvorgänge natürlichen Gewässern nachempfunden. Er soll auch möglichst natürlich – eben dem Vorbild entsprechend – aussehen. Und das beginnt schon mit dem richtigen Einstieg.

Um dem Schwimmteich oder auch dem öffentlichen Naturbad eine natürliche Formgebung zu verleihen, sind flache Strandeinstiege eine sehr beliebte Herangehensweise. Die natürliche Ufergestaltung bietet nicht nur eine optisch sehr ansprechende Alternative zu Leitern oder Stufen, sie erleichtert in vielen Fällen auch den sicheren Einstieg in den Schwimmteich. Allerdings benötigt ein flacher Strandeinstieg auch wesentlich mehr Platz als zum Beispiel Stufenanlagen.

In allen nichtgechlorten Badeanlagen, also auch im Schwimmteich, ist von einer erhöhten Sedimentation eingetragener Teilchen auszugehen. Diese Einträge setzen sich als Biofilm auf dem Teichgrund ab. Im Einstiegsbereich und auch im Flachwasser- bzw. Nichtschwimmerbereich ist daher verstärkt auf die Rutschsicherheit zu achten. Wenngleich die Optionen für Leitereinstiege und Stufenanlagen zahlreicher erscheinen und die meisten Schwimmteich-Begeisterten wahrscheinlich sehr lange mit sich ringen, um ihre Wahl zu treffen, so stehen doch auch für flache Einstiege sehr unterschiedliche Beläge zur Auswahl, deren Eignung sehr genau geprüft werden sollte.

Sand

Wenn von Strandeinstiegen die Sprache ist, schweifen die Gedanken unweigerlich sofort zu feinem Sand.
Prinzipiell ist allerdings von der Verwendung von Sanden abzuraten. Beim Betreten des Schwimmteichs wirbeln vermehrt Feinteile auf, die das gesamte Wasser trüben und zu verstärkten Ablagerungen von Sedimenten führen. Wenn es unbedingt Sand sein soll, ist dringend darauf zu achten, dass es sich um gröberen Sand handelt, der werkseitig gewaschen ist und keine Nullanteile enthält.

Kies

Bei der Verwendung von Kies sollte man stets zuerst an die eigenen Füße denken! Splitt oder scharfkantiger Kies ist im Schwimmteich tabu. Diese Lösung würde zwar mehr Lagestabilität bringen, ist aber weder fußfreundlich noch schmerzfrei und kann im schlimmsten Fall sogar zu Verletzungen führen. Rollkies wiederum sollte ebenso wenig verwendet werden, da dieser kaum lagestabil ist und durch seine rollende Eigenschaft unter Umständen etwas beschwerlich zu begehen ist.
Gewaschene Rundkiesel, in kubischer Form, sind die klare Empfehlung für einen flachen Einstieg mit Kiesbelag. Die spezielle Form ermöglicht eine Verzahnung der Kiesel, was wiederum für Lagestabilität sorgt.


Foto: (pebble on a beach) Hemera / Thinkstock

Eine Korngröße bis maximal 16 Millimeter ist barfuß angenehm zu begehen. Um durch die Verzahnung der einzelnen Körner möglichst hohe Stabilität zu erhalten, ist eine breite Kornabstufung bei Körnungen von 2 bis 16 Millimeter optimal.

Abhängig von der Intensität der zu erwartenden Nutzung sollte die Schichtdicke wenigstens 15, optimal mindestens 30 Zentimeter betragen – horizontale Verlagerungen finden meist in den oberen 10 Zentimetern der Schichtoberfläche statt.

Wie bei Sand auch, ist bei der Verwendung von Kies darauf zu achten, dass das Material keine Nullanteile enthält und werkseitig gewaschen ist. Unter Umständen sollte der Kies vor Ort zusätzlich mit einem Hochdruckreiniger abgespült werden.

Antirutsch-Folie

Im Gegensatz zu herkömmlicher Folie weist die rutschhemmende Folie eine profilierte Oberfläche auf. Das bringt nicht zuletzt in puncto Sicherheit immense Vorteile. Der erhöhte Pflegeaufwand stellt hingegen einen klaren Nachteil dar, schließlich muss die Folie regelmäßig abgebürstet und abgesaugt werden.

Was ist zu beachten?

Ein häufiges Problem bei der Verwendung von Kies für den flachen Strandeinstieg ist, dass durch Betreten der Kiesabdeckung der Kies abrutscht und in der Schwimmzone des Schwimmteichs landet. Um möglichst unkompliziert reinigen zu können, sind diese tieferen Bereiche sehr häufig nicht mit Kies abgedeckt – also muss dieser nun vor der Reinigung aufwändig entfernt werden.
Diese Materialverfrachtungen können außerdem schnell zu freigelegten Folien und Foliendichtungen führen. Die freigelegten Stellen können dann leicht beschädigt werden und erhöhen zudem das Unfallrisiko (veralgte Folien, Falten in der Folie etc.).

Vermeiden lassen sich diese Probleme, indem man darauf achtet, den Strandbereich in einem möglichst geringen Steigungsverhältnis auszubilden. Je nach Größe der Anlage sollten sich die Steigungsverhältnisse im Bereich vom maximal 1:10 – für Anlagen mit wenig Fläche – bis 1:12 oder 1:15 für größere Anlagen bewegen. Aufgrund von Grundstücksbegrenzungen sind diese Ausmaße in der Realität aber oft nicht umsetzbar.

Schubschwellen aus Teichsäcken oder Natursteinen

Alternativ (oder zusätzlich) können mit Teichsäcken oder Natursteinen auch Schubschwellen quer zur Laufrichtung integriert werden. Aber auch quadratische Rasengitter aus Kunststoff haben sich als äußerst effizient erwiesen. Die einzelnen Gitterelemente werden über ein Stecksystem ganz einfach miteinander verbunden und dann mit Kies aufgefüllt. Das Ergebnis ist ein stabiler Verbund hohen Eigengewichts, der sich nicht mehr verschieben kann, und die Kiesel sicher an ihrem Platz hält.

Wie geht's weiter?

Um den schicken Strandeinstieg lange und sorgenfrei genießen zu können, muss im Vorfeld alles ganz genau und individuell auf jeden einzelnen Fall abgestimmt werden. Sollten Sie also daran interessiert sein, die Uferzone Ihres Schwimmteichs mit einem flachen Strandeinstieg als naturnahes Gestaltungselement zu einem absoluten optischen Highlight zu machen, das auch noch für einen bequemen Zugang sorgt, dann empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit einem qualifizierten – auf Schwimmteich und Naturpool spezialisierten – Garten- und Landschaftsbauer in Verbindung zu setzen.